Die Ausgebe Nr. 174 des SCHWARZWEISS-Magazins aus dem Tecklenborg-Verlag entführt ihre Leser in eine wüste Landschaft. Genauer gesagt, geht es in die Wüste „Rub al-Khali“ im Sultanat Oman. Sie ist die größte Sandwüste auf der Erde und erstreckt sich je nach Quelle auf über 700.000 km² (zum Vergleich, Deutschland umfasst laut wikipedia 357.684 km²).
Zur groben Einordnung, das Sultanat Oman liegt im Süden der Arabischen Halbinsel. Unsere Reise führte uns von der Hauptstadt Maskat durch das Landesinnere, die al Hupf (eine kleinere Steinwüste, mehr dazu in der Naturfoto Anfang 2027). Ungefähr in der Mitte, zwischen der Hauptstadt und unserem Reiseende der Hafenstadt Salala, liegt die Oase Haima. Hier werden Kraftstoff, Wasser und Lebensmittel gebunkert. Im Anschluss geht es dann in bzw. durch die Dünenwelt der Rub al-Khali. Doch davor kommt noch die Landschaft zwischen Arabischen Meer und der Wüste.
Der Weg aus der Stadt ins Landesinnere führt uns über gut ausgebaute Straßen der Wüste entgegen. Je nach Region zwei- oder auch mal vierspurig (sechs bis zehnspurig findet sich am ehesten im Umfeld der Hauptstadt).
Auch wenn sich in unseren heimischen Regionen der Schnee immer seltener zeigt, kennen wir noch Verkehrshinweise die auf Glätte und Schneeverwehungen hinweisen. In Oman gibt es ähnliche Verkehrshinweise. Allerdings beziehen sich diese auf Sandverwehungen. Ungefähr ab Windstärke 3, ziehen erste feinen Sandfahnen über die flimmernde Asphaltdecke und schränken je nach Windstärke die Sicht ein…
Eine Frage, die immer wieder auftaucht: Ist der Sand wirklich so rot? Beziehungsweise: Welche Farbe hat der Sand? Unter uns, es gibt roten Sand – doch welche Farbe der Sand wirklich hat, lässt sich nur schwer beantworten. Denn hier spielt die Blickrichtung zur Sonne eine entscheidende Rolle. Das nachfolgende Bildpaar visualisiert zwar nur indirekt die Farbe, doch über die Helligkeit lässt sich hier sehr gut erkennen, wie groß der Farbunterschied ist. Links die Düne in der Nachmittagssonne (die von schräg links die Düne durchleuchtet), rechts der gleiche Bildausschnitt in der Vormittagssonne (mit der Sonne im Rücken).
Das letzte Bild, auch wenn es aus Platzgründen nicht in den Artikel fand, es zeigt Fazayah Beach am Arabischen Meer. Ein Strand den wir gerne nach der Wüste ansteuern. Hier lässt es sich gut Baden und die Seele baumeln lassen.
Einen Rückblick auf verschiedene Touren durch das Sultanat Oman, die ich mit dem Münchner Wüstenspezialisten bedu-expeditionen durchgeführt habe, finden sich im hier Blog. Wahlweise durch die beiden Wüsten Rub al-Khali und die deutlich kleinere Steinwüste al-Huqf (zum Beispiel au den Jahren 2022, 2023, 2025). Oder die Komfortvariante mit Hotelübernachtungen durch das Hadschar-Gebirge sowie die umliegenden Oasen sowie Abstecher in die Küstenstädte Sohar und Sur (aus 2026). Diese Tour ist allerdings ohne Wüstefeeling.